Installation der VirtualBox unter openSUSE 10.3

VirtualBox

openSUSE 11.0 in der VirtualBox

von Günther Zander

Wie bekommt man das Betriebssystem openSUSE 11.0 unter openSUSE 10.3 mit der Software VirtualBox zum laufen? In diesem Mini-Artikel werden Sie um die Fallstricke herumgeführt die dabei auftreten können.


Vorarbeiten in openSUSE 10.3

Um die Treiber in VirtualBox fehlerfrei betreiben zu können müssen nachfolgende Programme in installiert worden sein:

	linux-kernel-headers
	kernel-source
	kernel-syms
	qt3
	sdl
	sdl-devel
	gcc
	gcc-c++
	make
	compat-libstdc++
	libxercs-c-27
	libxalan-c-118

Um Fehler bei der Boot-Reihenfolge der Treiber zu verhindern müssen Sie unter "Yast/System/Editor für sysconfig-Datein" in dem Pfad "/system/boot" den Wert des Parameters "RUN_PARALLEL" auf "no" setzen.

VirtualBox Version 1.5.x von openSUSE 10.3

Bei der mitgelieferten Version 1.5.4 von openSUSE 10.3 wird es ihnen nicht gelingen die Gasterweiterung für openSUSE 11.0 zu installieren! Sie benötigen mind. die Version 1.6.6 von Virtualbox.

Update von VirtualBox-1.5.4 nach 1.6.6 unter openSUSE 10.3

Laden Sie das Paket VirtualBox_1.6.6_35336_openSUSE103-1.i586.rpm von der Webseite http://www.virtualbox.org/wiki/Download_Old_Builds herunter und deinstallieren Sie, falls bereits installiert, die Pakete der alten Version

	virtualbox
	virtualbox-{Kernelversion}
	xorg-x11-driver-virtualbox

Installieren Sie nun die vorher herunter geladene Version. Es wird dabei das Paket "pam-devel" noch nachgeladen. Nach der Installation müssen die Treiber neu erstellen werden. Mit root-Rechten im Terminal den Befehl "/etc/init.d/vboxdrv setup" ausführen. Kontrollieren Sie im Run-Level-Editor ob die Treiber nun auch automatisch gestartet werden.

Falls Sie bereits VM's erstellt haben, und diese weiter betreiben möchten, werden Sie zuerst gefragt wie diese VM's, die noch im Format 1.2 vorliegen, behandelt werden sollen, da nun das Format 1.3 gültig ist. Sie können hier ruhig den Button "Sicherheitskopie" aktivieren, da es sich um das XML-Format handelt. Es werden dann im Verzeichnis ~/.VirtualBox/Machines/{VM} eine Sicherheitskopie der XML-Datei angelegt.

lokale Installationsquelle einrichten

Um mir die arbeit mit dem System zu vereinfachen, wurde eine lokale Installationsquelle geschaffen, in der die herunter geladenen RPM-Pakete abgelegt werden. Hierzu wurde ein Verzeichnis /opt/Downloads mit root-Rechten angelegt, und die RPM-Pakete, die später installiert/deinstalliert werden sollen, abgelegt.

Gehen Sie dafür in "Yast/Software/Installationsquelle wechseln/Hinzufügen" und aktivieren den Punkt "lokales Verzeichnis" und geben folgene Daten ein:

Nun noch "Weiter" und "Beenden" und die Quelle ist hinzugefügt. Von nun an stehen alle dort abgelegten Pakete unter Yast zur Verfügung.

Installation von openSUSE 11.0 mit KDE 4.0

Nach einer Installation des Betriebssystems von einer DVD sollte diese in den Software-Repositories deaktiviert werden, damit openSUSE auf die Pakete nur noch über das Internet zugreift. Das Programm "htdig" welches für die Indexerstellung im KDE-Help-Center verantwortlich ist, muss leider noch nachinstalliert werden. Anschließend ist erst einmal ein Online-Update fällig.

Um später auch Programme compilieren zu können sollte folgene Programme installiert werden:

	Programm	lädt die Pakete nach								 

	gcc		gcc43, glibc-devel, libgomp43, libmudflap43, linux-kernel-headers
	gcc-c++		gcc43-c++, libstdc++43-devel
	automake	autoconf, m4
	lsb		glibc-i18ndata, patch
	make
	kernel-source
	kernel-syms

Nun können Sie die Gasterweiterungen von openSUSE 11.0 installieren.

Der Autor

Zu Linux kam der Autor mit der SuSE 6.1 Distribution. Nach einem Studium der Elektrotechnik und den ersten Jahren als Programmierer, ist er heute als Systemadministrator und in der Projektierung tätig. Zu erreichen ist er bei Balista / Barmbeker Linux Stammtisch in Hamburg.

Letzte Änderung: 21.Apr.2009