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Netzwerk

Berichte und Tips unserer Experten in bunter Mischung

Lösungen bei der Vernetzung von Computern

Bericht zum Samba-Team

Nach der Sommerpause, also genau am ersten August, haben wir das Samba-Team ins Leben gerufen. Oft kamen Fragen auf, die sich mit der Vernetzung von Linux und Windows befassten. Vernünftige, kurze Antworten waren jedoch rar. Das Team ist ein erster Versuch, sich mit einer speziellen Problemstellung zu befassen und schnelle, brauchbare Lösungen zu erarbeiten.

Nach einer kurzen Beratung am 1.8. begannen wir damit ein loses Samba-Netzwerk aufzubauen.

Die Grundeinstellungen in /etc/samba/smb.conf funktionierten ganz gut, dennoch kam es zu kleineren Problemen, die gelöst werden wollten. Wolf erklärte sich bereit dem Team das nötige Hintergrundwissen zu vermitteln. So startete an dem darauf folgenden Montag das Teamtreffen mit einer Einleitung von Wolf. Dabei referierte er über den grundsätzlichen Aufbau eines Samba-Netzes und dessen Funktionen. Einen weiteren Montag später beschloss das Team den Bau eines unabhängigen Samba-Netzes (Linux und Windows Rechner). Dazu mussten und müssen im Moment immer noch die verschiedensten Vorbereitungen getroffen werden.

Das Team arbeitet zur Zeit an der Konfiguration von verschiedenen Balista-Rechnern, denen im Netzwerk die unterschiedlichsten Aufgaben zugeteilt werden sollen. Am nächsten Montag, dem 22.8., wollen wir einen Router einrichten und vielleicht mit den konfigurierten Rechnern einen Probelauf durchführen. Wenn wir es schaffen auf diese Weise die Funktionen des Samba in unserem kleinen Kreis zu vertiefen und weiteres Interesse zu wecken, haben wir eine Menge erreicht. Das ganze kommt dann hoffendlich auch dem Bürgerhaus zugute, denn das Bürgerhaus nutzt Samba zur Zeit produktiv. Wie wohl weithin bekannt sein sollte, verdient sich Balista die Raummiete für die Montagstreffen mit der Betreuung des hausinternen Netzwerkes, zudem selbstredend auch Samba gehört. Damit diese Zusammenarbeit in Zukunft weiter ausgebaut und vertieft werden kann, hoffen wir, das sich Leute aus dem Sambateam finden werden, die diese Aufgabe übernehmen. (Wenn Wolf mal nicht kann)

Nach weiteren zwei Montagen, am 29.08.2005, war es geschafft.

Bernd hat einen Router konfiguriert, der sofort reibungslos funktionierte. Einige andere des Samba-Teams hatten in der Zwischenzeit zwei unabhängige Netztkreise, bestehend aus Windows- und Linuxklienten aufgebaut, die dann mit dem Router verbunden wurden.

Die Hardware lief ganz gut. Ein Ping-Befehl wurde herumgeschickt und soweit schien es wirklich zu klappen. Damit war der oben angekündigte Probelauf mit einer Woche Verspätung durchgeführt.

Vorher, während und nach der praktischen Arbeit, hat Wolf wieder etwas zur Theorie von Samba berichtet. Ebenso versuchte er durch einige gezielte Fragen das bisher Gelernte bei den Teammitgliedern abzufragen und so zu vertiefen. Dabei zeigte sich, daß sich die Gruppe schon recht gut in das Thema Samba eingearbeitet hatte.

In den nächsten Wochen werden wir uns dann mit der Konfiguration und der Pflege eines Sambanetzes beschäftigen.

Am 5.September folgte die Generalprobe. Zwei Netzkreise, bestehend aus Windows- und Linux-Rechnern, die mit dem oben erwähnten Router verbunden waren, wurden aufgebaut. Dabei kam es zu kleinen Problemen. Der Windows2000 Client ließ sich nicht so einfach mit den Windows'98-Rechnern verbinden. Zwischen den Win'98-Rechnern gab es keine Probleme. Und das Ganze obwohl ein Ping-Befehl zwischen den Rechnern reibungslos funktionierte. Wir glaubten der Block zwischen den Rechnern sei der Router.

Frank und Jörg nahmen sich der Problematik an und lösten sie................

Am 12.September wurde das erste mal "produktiv" gearbeitet.

Da der Aufbau mit zwei unabhängigen Netzkreisen gut funktionerte, war es kein Problem einen Rechner als Sniffer einzurichten. Ein Sniffer ist ein Rechner der in der Lage ist den "Traffic" eines Netzkreises zu überwachen. Als Traffic wird der Funkverkehr (=> Broadcast) zwischen Netzwerkrechnern bezeichnet.

Danach haben wir dann, erst einen, und dann zwei Rechner mit Windows'98 gestartet. Die Kommunikation zwischen den Netz-Rechnern haben wir uns auf dem Sniffer, mit Hilfe des Programmes Ethereal, angesehen. Dabei wurde uns allen bewußt, daß so einiges in einem Netzwerk vor sich geht, auch wenn man nichts an den entsprechenden Rechnern macht. Wenn an den Netz-Rechnern gearbeitet wird erhöht sich der "Traffic" um ein vielfaches.

In der nächsten Woche ist es geplant einen Win2000 Rechner mit Ethereal anzusehen.

Wenn alles gut läuft, wollen wir dann endlich mit einer einfachen Samba-Konfiguration beginnen.

Ich werde versuchen, die Theorie von Samba in einem gesonderten Bericht in Worte zu fassen. Für ein "Rezept" erscheint mir der Stoff im Augenblick noch zu komplex.

 

(agt)

Windows XP Home an Domäne anmelden ...und es geht doch!

Mit einem kleinen Trick zeigt auch Windows XP Home Edition Domänenressourcen in der Netzwerkumgebung an. Mit entsprechenden Berechtigungen kann auch auf diese zugegriffen werden.

Der Trick:

Das Ganze beruht auf einer altbekannten Funktion des klassischen Microsoft-Konfigurationstools Tweak UI. Dieses ist Bestandteil der Microsoft Powertoys für Windows XP, die unter [1] herunter geladen werden können. Neben Einstellungen, die Erscheinungsbild und Performance beeinflussen, ermöglicht Tweak UI auch das sogenannte "Autologon". Mit der Aktivierung dieses Features startet XP mit der gespeicherten Kombination aus Benutzername und Passwort, ohne das diese bei jedem Systemstart neu eingegeben werden müssen. Neu in der XP-Variante des Powertools ist ein Eingabefeld für die Anmeldedomäne - und dies ist der Schlüssel zur Umgehung der XP-Home-Domänenbeschränkung.

Dieser Workaround ist zwar alles andere als sicher, da es nur über ein automatiches Einloggen funktioniert. Trotzdem ist es evtl. für das Bürgerhaus oder aber auch für den Ein oder Anderen von Nutzen.

[1]Powertoys: http://php.zdnet.de/download/showprg-wc.php3?id=de0DHE

letzte Änderung: 16.05.2011 | copyright by LUG-Balista Hamburg e.V. 2011