Texte, Erfahrungsberichte und Schulungsunterlagen

    Erfahrungen eines Neulings

    Linux!!! Was ist das?

    Bisher wusste ich von Linux nur, dass es ein Betriebssystem ist. Ich wusste, dass es ein Open Source Projekt ist und im Internet frei verfügbar sein soll. Damit hatte sich mein Wissen über Linux auch schon erledigt.

    Über einen Kollegen erfuhr ich, dass die Lug-Balista einen Anfängerkursus für Linux am 17.01.2005 starten wollte. Neugierig geworden meldete ich mich spontan an und absolvierte 10 Abende Linuxschulung.

    Nun waren meine Voraussetzungen denkbar ungünstig. Ich hatte noch nie etwas mit Linux zu tun gehabt, mein Internetanschluss hatte den Geist aufgegeben und eine sonstige Linux-Distribution stand mir auch nicht zur Verfügung. Da war guter Rat teuer. Zum Glück stellte uns der Lehrgangsleiter Rolf Wald eine "Knoppix"©-CD zur Verfügung, sodass ich wenigstens einen Teil des Lehrgangsstoffes nachvollziehen konnte.

    Alles das war aber nur eine Notlösung. Linux musste auf die Festplatte. Also kaufte ich mir eine "Knoppix"© Version aus dem Laden. (Preis 17,95 Euro) Das war natürlich auch eine CD-Version und für die Festplatteninstallation durch einen Anfänger eine recht ungeeignete Version.

    Der nächste Versuch war schließlich der Kauf einer Zeitung mit CD. Die Zeitschrift "easylinux"© bot ein Starter Kit von "Suse 9.2"© mit Anleitung an. (Preis 12,80 Euro) Also nach Hause und auf die Festplatte installiert. Und schwups hatte ich meine alten Laufwerke zerschossen. Man sollte eben die Anweisungen lesen, bevor man loslegt. Haare raufend fing ich jetzt an alles zu lesen was mir über Linux in die Hände fiel. Mittlerweile hatte ich mein Internet wieder in die Gänge bekommen und konnte mich jetzt auch dort schlau machen. Leider war über all dem Übel der Kursus zu Ende gegangen.

    Heute läuft wenigstens eine Linux-Distribution auf meinem Rechner. Über alle meine Erfahrungen und wie ich sie in den Griff bekommen habe möchte ich berichten und vielleicht kann dieser oder jener etwas damit anfangen.

    Zum allgemeinen Verständnis baue ich noch ein kleines Lexikon mit Begriffen aus dem aktuellen Gebrauch auf.

    Autor: Wolfgang Rüdiger

    Installationsvoraussetzungen

    Bevor man mit der Installation beginnt sollte man sich über einige Dinge erst einmal Klarheit verschaffen.

    Zum einen sind die Hardwarekomponenten zu beachten. Der Rechner sollte über einen Intel©-kompatiblen X86 (also auch z.B.AMD) Prozessor verfügen. Zudem ist der Speicherplatz der Festplatte zu beachten. In der Literatur gehen die Kapazitäten von 50 MB bis 3,0 GB sehr weit auseinander. 50 MB reichen nur für bestimmte Distributionen im Textmodus aus, sind für einen Anfänger also so gut wie unbrauchbar. Die Knoppix 3.7©-CD beinhaltet schon 1,7 GB gepackte Dateien, arbeitet aber auch mit einer graphischen Oberfläche. Bei der von mir installierten Suse 9.2© Distribution waren schon 3,0 GB notwendig. Im Allgemeinen sollte man für Linux einen Speicherplatz von 6,0 GB bis 10 GB bereitstellen.

    Des weiteren sollte man sich darüber im klaren sein auf welche Festplatte man Linux installieren möchte. Für einen Anfänger ist es günstig, wenn Linux eine eigene separate Festplatte zugewiesen bekommt. Anderenfalls, will man Linux auf eine Festplatte mit einem anderen vorinstalliertem Betriebssystem laden, ist es unumgänglich zu partitionieren. Das zu ladende Laufwerk sollte vorher mit "reiserfs" formatiert werden. Anschließend sind auf dem Laufwerk die Partitionen ROOT, SWAP und HOME einzurichten. Die ROOT-Partition ist zum laden der Systemdateien, die SWAP-Partition ist eine Art Auslagerungsdatei und sollte doppelt so groß sein wie der Arbeitsspeicher und die HOME-Partition dient zum Speichern der Benutzerdateien.

    Um mit der Installation beginnen zu können, gehört unbedingt ein bootfähiges CD-ROM Laufwerk dazu. Da viele Linux-Distributionen aber schon auf DVD gespeichert sind, wäre auch ein DVD-Laufwerk notwendig. Beim Start ist das BIOS so einzustellen, dass der Rechner auch vom CD-ROM bzw. DVD-Laufwerk bootet. Die Kommunikation mit dem Rechner erfolgt üblicherweise mit einerPS/2 Standard-Maus bzw. mit einer USB-Maus.

    Autor: Wolfgang Rüdiger

    Knoppix 3.7 Festplatten Installation

    • Knoppix 3.7 CD einlegen
    • booten lassen (knoppix nodma) , eventuell andere Cheatcodes beachten
    • root shell => qtparted
    • HD aufteilen. Größe beurteilen, ggf partitionieren und formatieren
    • Qtparted zwischendurch eventuell neu starten. Normal bei qtparted. Nach wiederholtem Programmstart sollte alles wieder funktionieren.
    • root shell => knoppix-installer
    • Installation Konfiguration starten
    • beginner
    • hd....=> Partition wählen
    • Benutzer- und Rootdaten eingeben. Gut merken, wichtig!!!
    • "durchklicken"
    • Konfiguration speichern.(NAMEconf), wird im Knoppix Homeverzeichnis gespeichert. Die Originaldatei ist /home/knoppix/.knofig
    • root shell => mc => NAMEconf bearbeiten
    • Installation Konfiguration laden
    • Installation starten (letzte Kontrollmöglichkeit der Konfiguration)
    • Installation läuft an => Kaffee kochen, Duschen, Pause.

    hoffendlich klappts *G*

    Dauer etwa 1.5 Stunden

    by Andreas Grote

    Erstellen einer Bootpartition

    Dieses Rezept soll das Erstellen einer distributionsunabhängigen Bootpartition mit GRUB erklären.

    • Als Root mit qtparted eine ~50MB große ext2-Partition erstellen => Standard-Partitions-Liste beachten.
    • root-Konsole öffnen.
    • "kdesu konqueror" eingeben. Root-Passwort eintippen.
    • Den Ordner /grub der aktiven Distribution auf die neue Partition kopieren.
    • Wieder zur root-Konsole wechseln.
    • Befehl "grub" öffnet die Grub-Shell
    • "root (hd1,1)" wechselt auf die hdb2. => Spezielle Zählweise des GRUB beachten.
    • "setup (hd0)" installiert GRUB in den mbr von hda (im BIOS eingestellte Masterplatte ; first boot device).
    • Nach einer Weile endet die grub-shell mit "Done"
    • "quit" beendet die Grub-Shell.

    Hinweise / Notizen:

    • pcw Linux 1/2005 p. 32

    CD => grub-0.95-i386-pc.tar.gz

    • grub-install

    (fd0) /dev/fd0

    (hd0) /dev/hda

    (hd1) /dev/hdb

    => hdc => meist CD-Rom

    (hd2) /dev/hdd

    Wichtige Dateien

    • ext2-stage
    • menu.lst
    • device.map
    • stage1
    • stage2
    • andere Dateien sind Treiber für die einzelnen Dateisysteme.

    Den Bootloader unbedingt in den MBR der ersten Masterplatte installieren. Bootreihenfolge des BIOS beachten...

    by Andreas Grote

    Unterlagen der Linux Anfängerschulung im Bürgerhaus

    Die Unterlagen sind auf unseren Seiten sowohl online verfügbar, als auch als PDF-Datei herunterladbar.

     

    (rw)

    Copyright LUG-Balista Hamburg 2005

    Letzte Änderung: 16.Sep.2008