von Günther Zander
In dieser Beschreibung wird die Installation und Konfiguration von Mozilla Firefox Version 3 unter dem Betriebssystem openSUSE 10.3 erklärt. Wobei die Konfiguration natürlich auch für andere Betriebssysteme gültig ist. Zuerst wird die manuelle Konfiguration beschrieben, und im zweiten Teil, wird beschrieben wie die Konfiguration per Shell-Script vorgenommen werden kann.
Update von Version 2 auf Version 3 unter openSUSE 10.3
Mozilla Firefox manuell konfigurieren
ixquick als Suchmaschine einstellen
Mozilla Firefox per Shell-Script konfigurieren
Update von Version 2 auf Version 3 unter openSUSE 10.3
Da Mozilla Firefox Version 2 bald nicht mehr geflegt werden wird, sollte auf die Version 3 gewechselt werden. Um Firefox auf die Version 3 upzudaten müssen Sie mittels YaST in dem Menü "Community Repositories" das Repositorie für Mozilla mit aktiviert.

Mozilla Firefox manuell konfigurieren
Die hier vorgestellte Konfiguration des Mozilla Firefox-Browsers, ist die Konfiguration die der Autor verwendet und soll nur als Beispiel für eine Konfigurationsmöglichkeit dienen. Für die Sicherheit ihres Browsers sind nur Sie verantwortlich!
Um Firefox, auch in KDE, als Standardbrowser benutzen zu können, muss dieser noch eingetragen werden.
K/Kontrollzentrum/KDE-Komponenten/Komponenten-Auswahl -> Webbrowser = mozillafirefox
Oder als zweiter Weg um Firefox als Standardbrowser zu installieren, müssen zwei Einträge vorgenommen werden. Zum einen muss eine Section [General] erstellt werden und der Browser muss benannt werden. Diese geschieht für die einzelnen User in der Datei ~/.kde/share/config/kdeglobals und global in der Datei /opt/kde3/share/config/SuSE/default/kdeglobals.de. Der User Root hat dabei seine eigene Datei /opt/kde3/share/config/SuSE/default/kdeglobals.root. Falls Sie global eine Liste von Bookmarks erstellen möchten, so können Sie dieses in der Datei /opt/kde3/share/config/SuSE/default/bookmarks.xml vornehmen.
[General] BrowserApplication=MozillaFirefox.desktop
Um Firefox zu beschleunigen, wird nach dem Besuch einer Website, die hinterlegten Links schon mal vorab in den Cache geladen. Welche Daten nun in den Cache geladen werden, entscheidet dabei nur der Programmierer der Website. Es werden also Daten auf dem Rechner gespeichert, die nicht angefordert wurden und deren Inhalt der Benutzer nicht kennt. Um dieses abzustellen wurde in Firefox die folgende Zeile eingegeben
about:config
und der Begriff "network.prefetch-next" gesucht. Mit der rechten Maustaste kann der Wert umgeschaltet werden. Zum Schluss muss dort der Wert von true auf false gewechselt sein.

Die weiteren Einstellungen wurden in Firefox unter "Bearbeiten/Einstellungen" vorgenommen.

Hier wurden alle 4 Punkte ausgewählt. Bei "JavaScript aktiviren" können Sie auf den Button "Erweitert..." gehen um dort eine Feinabstimmung für JavaScript vorzunehmen. Standardmäßig sind zwei Felder aktiviert: "Existierende Fenster verschieben oder deren Größe ändern" und "Das Kontextmenü deaktivieren oder ersetzen".
Hier kann der Eintrag "mailto" mit dem benutzten Mailprogramm belegen werden. Dazu das Feld unter Aktion anklicken und über "Andere Anwendung" z.B. /opt/kde3/bin/kmail auswählen. Damit wird erreicht, dass wenn Sie in einer Webseite auf den dort angegebenen Mail-Eintrag gehen, ihr Mailprogramm automatisch gestartet wird, um an die dort hinterlegten Adresse eine Mail zu verfassen.

Das Feld "Chronik mindestens" ist auf 90 Tage eingestellt. Hier können Sie die Einstellung auf 0 setzen damit keine Chronik erzeugt wird oder das Feld deaktivieren. Unter dem Punkt Chronik muss eigentlich kein Hacken gesetzt werden. Wenn die Chronik abgeschaltet ist, wird die arbeit mit Firefox etwas langsamer, da alle Internetinhalte immer wieder neu eingelesen werden müssen.

Um vernünftig mit dem Internet arbeiten zu können, müssen die Cookies leider aktiviert werden. Aber man kann sich trotzdem etwas absichern, indem das Feld "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" aktiviert wird und im Feld "Behalten, bis" auf den Wert "Firefox geschlossen wird" setzt.
Das Feld "Vor dem Löschen von privaten Daten fragen" wurde deaktiviert. Hingegen wurde das Feld "Private Daten löschen, wenn Firefox beendet wird" aktiviert. Mit einem Klicken auf den Button "Einstellungen.." wurden dort alle Felder aktivieren.

Es erscheint mir nicht sinnvoll überhaupt Passwörter im Browser zu speichern.

Auch ein Offline-Cache ist nicht sinnvoll, da meistens Online gearbeitet wird.

ixquick als Suchmaschine einstellen
Zum Abschluss der Konfiguration wurde noch auf die Website der Metasuchmaschine www.ixquick.com gegangen und diese Suchmaschine, die die europäischen Datenschutzbestimmungen einhält, dem Browser als Suchmaschine hinzugefügt.
Mozilla Firefox per Shell-Script konfigurieren
Dieses Script ist nur als Vorlage geeignet für Benutzer die mit der Shell-Programmierung vertraut sind. Wenn Sie dieses Script in einen Editor geladen haben, müssen Sie noch eine Zeichenkonvertierung von HTML auf ASCII vornehmen da das angezeigte Script in HTML verfasst ist. Die Umwandlung gilt für folgene Zeichen:
ä -> ä ü -> ü ö -> ö ß -> ß < -> <
Zum Anfang wird geprüft ob Firefox gerade aktiv ist. Wenn Sie Änderungen an der Konfiguration von Firefox vornehmen, wenn Firefox aktiv ist, wird beim beenden von Firefox die Einstellungen wieder überschrieben. Desweiteren muss Firefox einmal gestartet worden sein, da beim ersten Start die notwendigen Dateien, die später geändert werden, angelegt werden.
Bei der hier vorgestellten Konfiguration, werden alle Benutzerdaten in einem Verzeichnis ~/Ablage hinterlegt. Und dort wird auch ein Verzeichnis Download angelegt, wo Firefox später seine Downloads ablegt. Wenn dieses Verzeichniss noch nicht vorhanden sind, so werden dieses nun angelegt. Damit sind die notwendigen vorarbeiten abgeschlossen.
Als erstes wird Firefox nun als Standardbrowser für den Benutzer eingetragen. Der Vollständigkeithalber sind auch die Dateien, die root benutzt, mit eingetragen. Da root aber im Internet nichts zu suchen hat, sollte dieses Script auch nicht für root ausgeführt werden.
Die Einträge die bearbeitet werden sollen werden in einem Array eingetragen, wobei jeder Array-Eintrag aus drei Feldern besteht. Das erste Feld bezeichnet den eindeutigen Konfigurationsnamen gefolgt von einem Kennzeichen das angibt um welche Art von Eintrag es sich hierbei handelt (String, logischer Wert, Zahl). Das dritte Feld gibt dann den Inhalt des Konfigurationsnamen an. Durch dieses Array können spätere Einträge leicht modifiziert oder hinzugefügt werden. In der folgenden For-Schleife werden zuerst die alten Einträge gelöscht, bevor diese neu geschrieben werden. Zum Schluss wird noch eine vorgefertigte Datei mit dem Mail-Client kopiert.
| Der Autor |
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Zu Linux kam der Autor mit der SuSE 6.1 Distribution. Nach einem Studium der Elektrotechnik und den ersten Jahren als Programmierer, ist er heute als Systemadministrator und in der Projektierung tätig. Zu erreichen ist er bei Balista / Barmbeker Linux Stammtisch in Hamburg. |